Zeitraum: 8. bis 14. Oktober 2001

Die Formel-1-Saison 2001 endete in Suzuka so, wie sie über weite Strecken verlaufen war: Michael Schumacher bestimmte das Tempo. Der bereits seit Budapest feststehende Weltmeister holte die Pole-Position und gewann auch das letzte Rennen des Jahres. Hinter ihm bestätigte Juan Pablo Montoya noch einmal, warum Williams-BMW im Laufe der Saison zu Ferraris gefährlichstem Gegner auf Hochgeschwindigkeitsstrecken geworden war.

Doch KW 41 handelte nicht nur vom Sieger. Mika Häkkinen bestritt sein vorerst letztes Formel-1-Rennen, Jean Alesi erklärte wenige Tage zuvor endgültig seinen Rücktritt und schied nach einem heftigen Unfall mit Kimi Räikkönen bereits früh aus. Gleichzeitig wurde Takuma Satō als Jordan-Fahrer für 2002 bestätigt. Suzuka 2001 war damit nicht nur ein Saisonfinale, sondern ein Wochenende voller Abschiede und Übergänge.

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Satō bekommt das Jordan-Cockpit

Die erste wichtige Entscheidung fiel bereits am Mittwoch. Jordan bestätigte Takuma Satō als zweiten Stammfahrer für 2002. Der damals 24-jährige Japaner sollte neben Giancarlo Fisichella antreten und erhielt einen Vertrag über zwei Jahre mit einer Option auf zwei weitere Saisons. Satō hatte 2001 die britische Formel-3-Meisterschaft dominiert und zwölf Rennen gewonnen. Außerdem gehörte er bereits zum Testprogramm von BAR-Honda.

Für Jordan war die Entscheidung sportlich und strategisch interessant. Das Team arbeitete weiterhin eng mit Honda zusammen, und Satō galt in Japan als eines der größten Nachwuchstalente seiner Generation. Eddie Jordan formulierte sogar offen das Ziel, ihn langfristig zum ersten japanischen Grand-Prix-Sieger zu entwickeln. Der Zeitpunkt der Bekanntgabe war bewusst gewählt: Nur wenige Tage später sollte die Formel 1 beim Honda-Heimrennen in Suzuka antreten.

Alesi zieht sofort die Konsequenz

Für Jean Alesi bedeutete Satōs Verpflichtung praktisch das Ende seiner Formel-1-Karriere. Noch in der Vorwoche hatte der Franzose öffentlich gefordert, Jordan solle vor Suzuka entscheiden, ob er 2002 weiterhin für das Team fahren könne. Wenige Stunden nach der Satō-Bekanntgabe erklärte Alesi nun seinen Rücktritt.

Der 37-Jährige sollte in Suzuka seinen 201. und letzten Grand Prix bestreiten. In zwölf Formel-1-Saisons hatte er für Tyrrell, Ferrari, Benetton, Sauber, Prost und schließlich Jordan gefahren. Trotz seines großen Ansehens und seiner häufig spektakulären Auftritte stand am Ende nur ein Grand-Prix-Sieg in seiner Statistik: Kanada 1995 mit Ferrari. Eddie Jordan wollte Alesi zwar gern in anderer Funktion behalten, doch als Rennfahrer war seine Entscheidung gefallen.

Ein letzter Freitag für Alesi

Der erste Trainingstag entwickelte sich ausgerechnet für Alesi zu einem emotionalen Höhepunkt. Im Jordan-Honda fuhr er am Freitag mit 1:35,454 Minuten die schnellste Zeit des Tages und lag mehr als eine halbe Sekunde vor Juan Pablo Montoya. Pedro de la Rosa, Mika Häkkinen und Heinz-Harald Frentzen folgten.

Alesi genoss diesen Moment sichtbar. Er erklärte anschließend, dass er jedes Training seines letzten Wochenendes bewusst erleben wolle. Das Auto funktionierte gut, Honda hatte für das Heimrennen eine weiterentwickelte Motorenspezifikation mitgebracht, und der schnelle, anspruchsvolle Suzuka-Kurs passte zu Alesis kompromisslosem Fahrstil. Für einen Tag stand der Abschiedskandidat noch einmal ganz oben auf der Zeitenliste.

Auch Häkkinen fährt sein letztes Rennen

Alesi war nicht der einzige prominente Fahrer, dessen Zukunft über dem Wochenende lag. Mika Häkkinen hatte bereits vor Monza angekündigt, 2002 eine Auszeit zu nehmen. McLaren hatte Kimi Räikkönen als seinen Nachfolger verpflichtet. Offiziell blieb eine Rückkehr Häkkinens 2003 möglich, doch rückblickend sollte Suzuka sein letzter Formel-1-Grand-Prix werden.

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Der Finne kam mit dem Rückenwind seines Indianapolis-Sieges nach Japan. Nur zwei Wochen zuvor hatte er zum 20. Mal einen Grand Prix gewonnen. Anders als Alesi sprach Häkkinen noch nicht von einem endgültigen Abschied. Trotzdem war klar, dass mit dem Saisonfinale eine Ära bei McLaren-Mercedes zunächst endete. Seit 1996 hatte er ununterbrochen gemeinsam mit David Coulthard für das Team gefahren und 1998 sowie 1999 die Weltmeisterschaft gewonnen.

Schumacher dominiert das Qualifying

Am Samstag kehrte die sportliche Ordnung der Saison zurück. Michael Schumacher fuhr im Qualifying eine Bestzeit von 1:32,484 Minuten und sicherte sich souverän die Pole-Position. Sein Vorsprung auf Juan Pablo Montoya betrug genau sieben Zehntelsekunden – auf einer Strecke wie Suzuka eine bemerkenswert große Differenz.

Hinter Montoya qualifizierte sich Ralf Schumacher als Dritter vor Rubens Barrichello. Häkkinen kam nicht über Rang fünf hinaus. Giancarlo Fisichella stellte den Benetton auf Platz sechs, Coulthard wurde Siebter und Jarno Trulli Achter. Alesi erreichte in seinem letzten Qualifying Position elf, unmittelbar vor Räikkönen.

Für Ferrari war die Pole eine weitere Bestätigung einer außergewöhnlichen Saison. Schumacher hatte bereits beide Weltmeisterschaften mit seinem Team entschieden. Trotzdem wirkte weder Fahrer noch Mannschaft so, als wollten sie das letzte Rennen nur noch verwalten.

Der Kampf um Platz zwei bleibt offen

Während der Weltmeister längst feststand, war die Entscheidung um Rang zwei der Fahrerwertung noch nicht endgültig gefallen. David Coulthard ging mit 61 Punkten nach Suzuka, Rubens Barrichello mit 54. Theoretisch konnte der Ferrari-Pilot den McLaren-Fahrer noch überholen.

Barrichello benötigte dafür allerdings praktisch einen Sieg und gleichzeitig ein schwaches Ergebnis Coulthards. Ferrari plante deshalb erneut aggressiv. Der Brasilianer ging mit einer leichteren Tankfüllung und einer Drei-Stopp-Strategie ins Rennen. Die Idee war klar: Barrichello sollte früh nach vorne fahren, während Schumacher die Konkurrenz möglichst kontrollierte.

Schumacher kontrolliert den Start

Am Sonntag standen 22 Fahrzeuge zum letzten Grand Prix des Jahres bereit. Enrique Bernoldi und Alex Yoong mussten aus der Boxengasse starten. Als die Ampeln erloschen, zog Michael Schumacher sofort zur Innenseite, um Montoya den Weg zur ersten Kurve zu versperren. Der Kolumbianer blieb Zweiter, Ralf Schumacher zunächst Dritter.

Barrichello griff jedoch sofort an. Noch in der ersten Runde ging er an Ralf Schumacher vorbei und lag damit hinter seinem Teamkollegen und Montoya auf Rang drei. Michael Schumacher setzte sich währenddessen extrem schnell ab. Bereits nach einer Runde betrug sein Vorsprung 3,6 Sekunden, wenige Umläufe später näherte sich die Differenz zehn Sekunden.

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Die neuen Bridgestone-Reifen funktionierten unmittelbar, während Montoyas Michelin zunächst länger benötigten, um ihr optimales Arbeitsfenster zu erreichen.

Barrichello und Montoya liefern sich ein frühes Duell

Barrichello war wegen seiner aggressiven Strategie gezwungen, schnell Positionen zu gewinnen. In der zweiten Runde zog er an Montoya vorbei und übernahm Rang zwei. Doch der Williams-Fahrer ließ sich nicht abschütteln.

Schon eine Runde später nutzte Montoya den Windschatten und holte sich die Position zurück. Damit war Barrichellos Plan früh komplizierter geworden. Der Ferrari war zwar leicht und schnell, doch er konnte Montoya nicht dauerhaft hinter sich lassen.

Für Montoya war es ein weiteres Beispiel seiner kompromisslosen ersten Formel-1-Saison. Seit dem Frühjahr hatte er Schumacher und Ferrari immer wieder direkt attackiert. In Monza war daraus sein erster Sieg entstanden, in Indianapolis hatte ein technischer Defekt einen weiteren möglichen Erfolg verhindert. Nun blieb er auch in Suzuka Schumachers wichtigster Verfolger.

Räikkönens Unfall beendet Alesis Karriere

In der sechsten Runde wurde der sportliche Kampf von einem heftigen Unfall überschattet. Kimi Räikkönen verlor im schnellen Dunlop-Bereich die Kontrolle über seinen Sauber. Der C20 drehte sich zurück auf die Strecke – unmittelbar vor Jean Alesi.

Der Franzose hatte keine realistische Ausweichmöglichkeit und traf den Sauber mit hoher Geschwindigkeit. Beide Fahrzeuge schlugen heftig in die Streckenbegrenzung ein. Räikkönens Auto verlor mehrere Räder, Trümmerteile flogen über die Strecke. Beide Fahrer konnten den Unfall ohne schwere Verletzungen verlassen.

Für Alesi war es ein bitteres Karriereende. Noch am Freitag hatte er die Trainingswertung angeführt, nun endete sein 201. Grand Prix nach wenigen Runden. Trotzdem reagierte er bemerkenswert ruhig. Er ging zunächst zu Räikkönen, um sich zu vergewissern, dass der junge Finne unverletzt geblieben war, und verabschiedete sich anschließend von seinem Team.

Schumacher verliert kurzzeitig seine Überlegenheit

An der Spitze schien Schumacher zunächst uneinholbar. Doch mit zunehmender Renndauer veränderte sich das Reifenbild. Montoyas Michelin-Reifen wurden stärker, während Ferraris anfänglicher Vorteil schrumpfte.

Schumacher leistete sich zudem einen kleinen Fehler an der Schikane, ohne die Führung ernsthaft zu gefährden. Montoya stabilisierte den Rückstand anschließend und begann, den Ferrari unter Druck zu halten.

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Die erste Serie der Boxenstopps brachte mehrere Führungswechsel. Barrichello kam bereits früh zum ersten seiner geplanten drei Stopps herein. Schumacher stoppte in Runde 18, Montoya in Runde 21 und Ralf Schumacher zwei Runden später. Häkkinen blieb noch länger draußen und führte kurzzeitig, bevor auch er an die Box kam. Danach lag Schumacher wieder vorne.

Ralf Schumacher bekommt eine Stop-and-Go-Strafe

Während Michael Schumacher und Montoya um den Sieg kämpften, entwickelte sich das Rennen für Ralf Schumacher zunehmend schwierig. Der Williams-Pilot geriet mehrfach mit der Schikane in Konflikt und wurde schließlich von den Rennkommissaren mit einer Stop-and-Go-Strafe belegt.

In Runde 29 musste er die Strafe absitzen. Damit verlor er entscheidend Zeit und fiel aus dem unmittelbaren Kampf um das Podium zurück. Später lieferte er sich noch ein enges Duell mit Barrichello, konnte den Brasilianer aber nicht dauerhaft hinter sich halten.

Ironischerweise fuhr Ralf trotzdem die schnellste Runde des Rennens. In Runde 46 erzielte er 1:36,944 Minuten und war damit 0,026 Sekunden schneller als Barrichello. Montoya folgte nur weitere 0,047 Sekunden dahinter.

Montoya hält Schumacher bis zum Schluss unter Druck

Nach den zweiten Boxenstopps war die Reihenfolge an der Spitze weitgehend geklärt. Schumacher führte vor Montoya, während Häkkinen und Coulthard dahinter lagen.

Montoya gab den Kampf dennoch nicht auf. In den letzten Runden verringerte er den Rückstand noch einmal deutlich. Schumacher kontrollierte seine Geschwindigkeit und musste nicht mehr das volle Risiko eingehen. Trotzdem blieb der Williams bis zum Schluss in Sichtweite.

Nach 53 Runden gewann Schumacher mit 3,154 Sekunden Vorsprung auf Montoya. Es war sein neunter Sieg der Saison und der 53. seiner Karriere. Nach einer Saison, die bereits Monate zuvor sportlich entschieden worden war, setzte Ferrari damit auch beim letzten Grand Prix noch einmal ein klares Zeichen.

Häkkinen schenkt Coulthard das Podium

Hinter den beiden Führenden spielte sich in den letzten Runden eine ungewöhnliche Szene ab. Mika Häkkinen lag auf Rang drei vor David Coulthard. In Runde 49 verlangsamte der Finne jedoch auf der Start-Ziel-Geraden und ließ seinen Teamkollegen passieren.

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Häkkinen verstand die Geste als eine Art Rückzahlung. Coulthard hatte ihm in früheren Jahren bei entscheidenden Situationen geholfen, unter anderem beim Europa-Grand-Prix 1997 in Jerez und beim Saisonauftakt 1998 in Melbourne. Nun überließ Häkkinen seinem langjährigen Teamkollegen den letzten Podestplatz der Saison.

Coulthard beendete den Grand Prix damit als Dritter und sicherte endgültig Platz zwei in der Fahrerweltmeisterschaft. Häkkinen wurde Vierter, Barrichello Fünfter und Ralf Schumacher Sechster.

Alonso liefert eines seiner stärksten Rennen

Weiter hinten fuhr Fernando Alonso ein Rennen, das in der Ergebnisliste leicht untergeht. Der Minardi-Pilot startete nur von Position 18 und kam am Ende als Elfter ins Ziel – noch vor Heinz-Harald Frentzens Prost, Olivier Panis im BAR und beiden Arrows.

Alonso selbst bezeichnete die Fahrt anschließend als sein bestes Rennen der Saison. Paul Stoddart erinnerte sich später daran, dass Alonso praktisch 53 Qualifying-Runden gefahren sei. Der Minardi PS01 war deutlich schwächer motorisiert als viele Fahrzeuge vor ihm, doch Alonso hielt über die gesamte Distanz ein außergewöhnlich hohes Tempo.

Es war zugleich sein vorerst letztes Rennen als Stammfahrer. 2002 sollte Alonso als Testfahrer zu Renault wechseln, bevor er 2003 in die Startaufstellung zurückkehrte.

Benetton fährt zum letzten Mal unter diesem Namen

Suzuka war auch für ein ganzes Team ein Abschied. Benetton trat zum letzten Mal unter seinem bisherigen Namen an. Renault hatte die Mannschaft übernommen und sollte sie ab 2002 offiziell als Werksteam weiterführen.

Jenson Button brachte den B201 auf Rang sieben ins Ziel und verpasste damit knapp die Punkteränge. Giancarlo Fisichella hatte zunächst einen starken Start erwischt und lag zeitweise auf Platz fünf, drehte sich jedoch früh und kämpfte sich anschließend wieder nach vorne. Kurz vor Schluss zwang ihn ein Getriebeproblem zur Aufgabe.

Damit endete die Benetton-Ära nach zahlreichen Siegen, zwei Fahrertiteln mit Michael Schumacher und der Konstrukteursweltmeisterschaft 1995 ohne großes Abschiedszeremoniell. Ab der folgenden Saison sollte der Name Renault zurück in der Formel 1 sein.

Schumacher beendet die Saison mit Rekorden

Mit seinem Sieg erhöhte Michael Schumacher sein Punktekonto auf 123 Zähler. David Coulthard wurde mit 65 Punkten Vizeweltmeister, Barrichello folgte mit 56. Ralf Schumacher beendete das Jahr mit 49 Punkten auf Rang vier, Häkkinen mit 37 Punkten auf Platz fünf.

Schumachers Vorsprung von 58 Punkten auf Coulthard war unter dem damaligen Punktesystem außergewöhnlich. Seine neun Saisonsiege entsprachen zudem dem bisherigen Rekord für Siege innerhalb einer Saison, den unter anderem Nigel Mansell 1992 erreicht hatte.

Ferrari gewann die Konstrukteurswertung mit 179 Punkten. McLaren-Mercedes folgte mit 102, Williams-BMW mit 80. Sauber schloss seine außergewöhnlich starke Saison mit 21 Punkten auf Rang vier ab, Jordan wurde mit 19 Punkten Fünfter.

F1 2001 · KW 41 · Saisonfinale

Großer Preis von Japan 2001

Suzuka · 14. Oktober 2001 · Runde 17 von 17

Michael Schumacher holte mit 1:32,484 Minuten die Pole-Position und lag sieben Zehntelsekunden vor Juan Pablo Montoya.
Pos. Fahrer Team Zeit
1 Michael Schumacher Ferrari 1:32.484
2 Juan Pablo Montoya Williams-BMW 1:33.184
3 Ralf Schumacher Williams-BMW 1:33.297
4 Rubens Barrichello Ferrari 1:33.323
5 Mika Häkkinen McLaren-Mercedes 1:33.662
6 Giancarlo Fisichella Benetton-Renault 1:33.830
7 David Coulthard McLaren-Mercedes 1:33.916
8 Jarno Trulli Jordan-Honda 1:34.002
9 Jenson Button Benetton-Renault 1:34.375
10 Nick Heidfeld Sauber-Petronas 1:34.386
Pos. Fahrer Team Zeit / Abstand
1 Michael Schumacher Ferrari 1:36.231
2 David Coulthard McLaren-Mercedes +0.454
3 Nick Heidfeld Sauber-Petronas +0.735
4 Jarno Trulli Jordan-Honda +0.909
5 Jean Alesi Jordan-Honda +1.130
6 Mika Häkkinen McLaren-Mercedes +1.353
7 Rubens Barrichello Ferrari +1.582
8 Heinz-Harald Frentzen Prost-Acer +1.660
9 Kimi Räikkönen Sauber-Petronas +1.711
10 Pedro de la Rosa Jaguar-Cosworth +1.739
Schumacher gewann das Saisonfinale vor Montoya. Häkkinen ließ Coulthard in der Schlussphase auf Rang drei passieren. Alesis letzter Grand Prix endete nach der Kollision mit Räikkönen frühzeitig.
Pos. Fahrer Team Zeit / Status
1 Michael Schumacher Ferrari 1:27:33.298 · 10 P
2 Juan Pablo Montoya Williams-BMW +3.154 · 6 P
3 David Coulthard McLaren-Mercedes +23.262 · 4 P
4 Mika Häkkinen McLaren-Mercedes +35.539 · 3 P
5 Rubens Barrichello Ferrari +36.544 · 2 P
6 Ralf Schumacher Williams-BMW +37.122 · 1 P
7 Jenson Button Benetton-Renault +97.102
8 Jarno Trulli Jordan-Honda +1 Runde
9 Nick Heidfeld Sauber-Petronas +1 Runde
10 Jacques Villeneuve BAR-Honda +1 Runde
Pole Michael Schumacher 1:32.484
Sieger Michael Schumacher Ferrari · 53 Runden
Schnellste Runde Ralf Schumacher 1:36.944 · Runde 46
Schumachers Saison 9 Siege 123 WM-Punkte
Jean Alesi 201. Grand Prix Letzter Formel-1-Start
Mika Häkkinen 161. Grand Prix Letzter Formel-1-Start
Benetton Letzter Grand Prix Ab 2002 Renault-Werksteam
Saison 17 von 17 Saisonfinale 2001
Rang Fahrer Team Zeit / Runde
1 Ralf Schumacher Williams-BMW 1:36.944 · Rd. 46
2 Rubens Barrichello Ferrari 1:36.970 · Rd. 17
3 Juan Pablo Montoya Williams-BMW 1:37.017 · Rd. 20
4 Michael Schumacher Ferrari 1:37.133 · Rd. 29
5 Mika Häkkinen McLaren-Mercedes 1:37.298 · Rd. 40
6 David Coulthard McLaren-Mercedes 1:37.313 · Rd. 51
7 Heinz-Harald Frentzen Prost-Acer 1:38.240 · Rd. 48
8 Giancarlo Fisichella Benetton-Renault 1:38.361 · Rd. 13
9 Jenson Button Benetton-Renault 1:38.526 · Rd. 36
10 Eddie Irvine Jaguar-Cosworth 1:38.620 · Rd. 22
Endstand der Fahrer- und Konstrukteurs-Weltmeisterschaft nach 17 von 17 Saisonrennen.

Fahrer-WM 2001

Pos. Fahrer Team Punkte
1 Michael Schumacher Ferrari 123
2 David Coulthard McLaren-Mercedes 65
3 Rubens Barrichello Ferrari 56
4 Ralf Schumacher Williams-BMW 49
5 Mika Häkkinen McLaren-Mercedes 37
6 Juan Pablo Montoya Williams-BMW 31
7 Jacques Villeneuve BAR-Honda 12
8 Nick Heidfeld Sauber-Petronas 12
9 Jarno Trulli Jordan-Honda 12
10 Kimi Räikkönen Sauber-Petronas 9

Konstrukteurs-WM 2001

Pos. Konstrukteur Punkte
1 Ferrari 179
2 McLaren-Mercedes 102
3 Williams-BMW 80
4 Sauber-Petronas 21
5 Jordan-Honda 19
6 BAR-Honda 17
7 Benetton-Renault 10
8 Jaguar-Cosworth 9
9 Prost-Acer 4
10 Arrows-Asiatech 1
11 Minardi-European 0
Formel 1 2001 · Saisonfinale · Suzuka Circuit · 14. Oktober 2001

Ein Finale zwischen Abschied und Aufbruch

Suzuka beendete eine Saison, in der Michael Schumacher und Ferrari sportlich eine neue Dominanzstufe erreicht hatten. Der Weltmeister gewann neun von 17 Rennen, Ferrari verteidigte beide Titel souverän. Gleichzeitig hatte Williams-BMW endgültig gezeigt, dass das Team wieder Rennen aus eigener Kraft gewinnen konnte. Montoya und Ralf Schumacher gewannen zusammen vier Grands Prix und machten den FW23 besonders auf schnellen Strecken zu einem ernsthaften Gegner.

Doch das Saisonfinale erzählte mindestens ebenso sehr von Veränderungen. Häkkinen fuhr seinen letzten Grand Prix, auch wenn seine Auszeit damals noch nicht offiziell als endgültiger Rücktritt verstanden wurde. Alesis Karriere endete nach 201 Rennen in den Reifenstapeln von Suzuka. Räikkönen verabschiedete sich von Sauber und wechselte zu McLaren, Satō erhielt sein Jordan-Cockpit, Alonso verließ Minardi zunächst in Richtung Testfahrerrolle bei Renault.

Die Formel 1 des Jahres 2002 würde damit bereits deutlich anders aussehen.

KW 41 setzte hinter die Saison 2001 keinen ruhigen Schlusspunkt. Sie war ein Wochenende, an dem eine erfolgreiche Ferrari-Saison abgeschlossen wurde, mehrere bekannte Namen Abschied nahmen und gleichzeitig jene Fahrergeneration sichtbar wurde, die die kommenden Jahre prägen sollte.

// Motorsport-Geschichte Netzwerk

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